MIRIAM-2 Parabelflug Ergebnisse vom Ballonauswurftest

Ballon nach dem Auseinanderziehen durch Frederic

Wie bereits berichtet, nahm das MIRIAM-2 Team vom 26.10. – 3.11.2015 an der 63. ESA-Parabelflugkampagne in Bordeaux teil. Das Ballonauswurfsystem wurde in der ersten Kampagnenwoche in den A310 von Novespace eingebaut und sicherheitstechnisch abgenommen. Der Parabelflug fand dann am 3.11.2015 statt, es wurden 31 Parabeln geflogen. Von diesen 31 Parabeln wurden die letzten beiden für den Ausbringversuch verwendet.

Warum nur zwei Parabeln? Der Ausbringversuch konnte nur einmal ausgelöst werden, da die pyrotechnischen Kabeltrenner, die den Ballon freigeben, nur einmal auslösen können. Die 2. Parabel war als Backup gedacht.

System nach Auslösen der Kabeltrenner

Das Kabeltrennersystem hat wie geplant funktioniert, wie bereits in einem früheren Artikel dargestellt. Allerdings hat sich der Ballon nach Auslösen der Kabeltrenner sich nur wenige cm aus dem Container bewegt. Das Ganze bewegte sich erst nach manueller Hilfe, aber kam selbst dann nicht vollständig aus dem Container heraus. Die „Blüte“ selbst hat sich nicht wie vorgesehen bewegt. Dies kann man auf dem am nebenstehenden Bild gut sehen.

Vorentfaltungsstrecke geöffnet, so soll es auch im Weltraum aussehen

Richtige Entfaltung erst mit Nachhilfe

Erst in der folgenden Parabel kam, durch Anschieben am Boden der „Blüte“, der Behälter samt Ballon vollständig heraus und die Vorentfaltungsstrecke war geöffnet. So soll es später auch im Weltraum aussehen und so hätte das ohne Nachhelfen geschehen sollen, daher ist der Test nicht bestanden.

Es hat sich herausgestellt, daß der durch den Ballon auf die Blüte ausgeübte Druck so viel Reibung erzeugt, daß die Kraft des Federmechanismus auf deren Rückseite nicht ausreicht, um das Ballonpaket auszustoßen.

Das heißt für das MIRIAM-2 Team, daß der Mechanismus nachgebessert werden muß, d.h. die Federkraft muß verstärkt werden. Dazu werden wir einige Messungen und Bodentests machen, um die notwendige Verstärkung zu ermitteln und die Funktionalität derÄnderung nachzuweisen. Am Ende der Testserie, wenn die Bodentests das gewünschte Ergebnis gezeigt haben, soll dann nochmal ein Parabelflug stehen.

Ein bißchen Spaß in der Free Float Area mit Vladimir Pletser von der ESA

Kopfüber in der Schwerelosigkeit!

Und ein bißchen Spaß mußte natürlich auch sein, schließlich hat man nicht immer die  Gelegenheit, schwerelos zu sein.

Schwerelosigkeit kann auch sehr entspannend sein, wie man sieht!

Mehr zum Flug und allem drumherum gibts auch auf meiner Website.

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